USA droht Abwertung durch Rating-Agenturen
Nach der Krise ist vor der Krise. Dieses Sprichwort gilt auch in der derzeitigen wirtschaftlichen Stituation. Die Finanzkrise - also primär die Krise der Banken - ist vorbei, die Situation hat sich stabilisiert und die Gesamtwirtschaft wächst wieder.
Doch damit sind eben nicht alle Sorgen vom Tisch. Denn die Staaten haben als Gegenmaßnahme gegen die Wirtschaftskrise massiv Geld ausgegeben um die Nachfrage anzukurbeln. Quasi jeder Staat hat dabei seine ohnehin schon vorhandenen Staatsschulden noch viel größer gemacht.
Bei vielen Staaten wurden bereits Zweifel an deren Zahlungsfähigkeit laut. In der Eurozone traf dies erst Griechenland, und dann später auch noch Irland und Portugal. Erst ein “Rettungsschirm”, bei denen andere Staaten für diese Schulden haften, konnte die Anleger beruhigen.
Beunruhigende Nachrichten kommen jetzt auch aus den USA. Die Amerikaner sind schon lange für ihre Schulden bekannt, aber durch die zahlreichen Kriege im arabischen Raum und die Gegenmaßnahmen gegen die Wirtschaftskrise sind diese Schulden in den letzten Jahren dramatisch angestiegen.
Das Resultat: erstmals hat heute eine der drei großen Rating-Agenturen, die mit ihren Ratings einen großen Einfluss auf die Wirtschaft haben, eine Abwertung der USA in Aussicht gestellt. Laut Standard & Poor’s könnte die USA im Laufe der nächsten beiden Jahren ihr bisheriges AAA-Rating verlieren. Die Auswirkungen wären höchst unerfreulich: denn dann steigen die Zinsen für die Staatsschulden und der Schuldenstand wird unter der Zinslast weiter steigen.
Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass die US-Regierung die Einschätzung von S&P scharf zurückgewiesen hat. Der Ausblick würde die Fähigkeiten der US-Führung unterschätzen. Dennoch ist jedem klar, dass die USA ihren Schuldenstand reduzieren muss, um nicht in eine Abwärtsspirale zu geraten. Die Börsen reagierten heute bereits negativ und schlossen allesamt im Minus ab.
Das Platzen der